Tierberufe Ausbildung bei der ATN Akademie
Anmelden

Mobbing unter Hunden

Mobbing unter Hunden dollarphotoclub Mobbing unter Hunden

"Das klären die schon unter sich!“ oder „Da müssen die durch, lass die einfach machen!", hören Hundebesitzer leider manchmal, wenn ein Hund sein Spiel mit anderen Hunden unterbricht und sich sichtlich unwohl fühlt, weil die anderen Hunde ihn äußerst stark bedrängen. Hier jedoch nicht einzugreifen, kann das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Besitzer beeinträchtigen und zu Verunsicherung und Angstverhalten des betroffenen Hundes führen. Auch für die „ausführenden“ Hunde kann es eine wichtige Lernerfahrung sein, die sich negativ auf ihr Sozialverhalten auswirken kann.

Denn auch unter Hunden kann es vorkommen, dass einzelne Tiere von mehreren Artgenossen gemobbt werden. So kann es auch passieren, dass durch Stimmungsübertragung oder Vorerfahrungen ein Hund mitmacht, der sich eigentlich sonst gut mit dem betroffenen Hund versteht, aber in Anwesenheit des „Oberrüpels“ dazu angestiftet wird.

Dass Hunde alles unter sich ausmachen, stimmt nur bedingt. Einige Hunde haben nicht gelernt sich zu wehren oder trauen sich in dem Moment schlichtweg nicht. Vor allem nicht, wenn die anderen Hunde viel schwerer und in der Mehrzahl sind, oder wenn diese vom Charakter oder der Rasse her zu tendenziell eher grobem Spiel neigen.

Derart unterdrückte Hunde suchen oft bei ihrem Menschen Schutz, egal ob zwischen den Beinen, an den Körper gedrückt oder hochspringend. Wird der Hund dann jedoch nicht ernstgenommen und zu den anderen Hunden zurückgeschickt, oder wird sein Hilfegesuch einfach ignoriert, wird er in einer Notlage von seiner Vertrauensperson im Stich gelassen. Er verliert dadurch nicht nur Vertrauen und Sicherheit. Er lernt zugleich, dass er sich in Notsituationen gar nicht erst an seinen Menschen zu wenden braucht.

Wenn er keinen Schutz bei seinem Menschen sucht, versucht er dann vielleicht auf eine andere Art der Situation zu entfliehen. Zum Beispiel indem er sich versteckt, verkriecht oder ganz und gar blindlinks flüchtet. Das kann gefährlich werden, gerade auch, wenn Straßen in der Nähe sind oder sich der Hund in unbekanntem Gebiet befindet.

Bei Hunden, die alles einfach nur „über sich ergehen lassen“ und abwarten bis alles vorbei ist, indem sie sich zum Beispiel völlig bewegungslos („totstellen“) hinlegen, ist ebenso große Aufmerksamkeit und Tätigwerden angesagt. In vielen Fällen handelt es sich bei den Prügelknaben um eher ängstliche, unsichere, schüchterne, sehr unterwürfige Hunde, was durch die entsprechende Körpersprache schnell von den anderen Hunden erkannt wird.

Ganzen Artikel lesen im ATN Online Magazin

Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Daniela Künnemann.

Daniela Künnemann

Daniela Künnemann, Tierpsychologin und Tierhomöopathin mit ATN-Abschluss in den Spezialisierungen Hund, Katze und Pferd. Sie ist Mitglied im VdTT, betreibt in Rheine und Umgebung eine mobile Praxis für Verhaltensberatung, Training und Therapie und macht aktuell eine Weiterbildung zur Hundegesundheitstrainerin  bei der ATM.

Webseite: www.tierwuensche.de

1°C

Hamburg

Rain And Snow

Humidity: 97%

Wind: 22.53 km/h

  • 12 Dec 2017 1°C 0°C
  • 13 Dec 2017 3°C 0°C
TierFocus Online Magazin