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Bullying auf der Hundewiese - Hilfe für gemobbte Hunde

Bullying auf der Hundewiese - Hilfe für gemobbte Hunde luftbildfotograf Bullying auf der Hundewiese - Hilfe für gemobbte Hunde

Mobbing findet seine Opfer nicht nur unter Menschen. Auch Hunde können betroffen sein, während sie mit Ihresgleichen zusammen sind. Der vierbeinige Psychoterror wird von Hundebesitzern häufig nicht erkannt. Eher fallen Sätze wie „Das klären die schon unter sich!“ oder „Da muss er durch, lass die mal machen!“. Bullying unter Hunden kann den betroffenen Vierbeinern jedoch nachhaltig schaden. Und auch die „Täter“ werden keine besseren Hunde, wenn Hundebesitzer einfach nur zusehen.

Bullying, Mobbing oder auch Bossing sind Begriffe, die wir aus dem Englischen übernommen haben. Manche bezweifeln, dass sie sich wissenschaftlich korrekt auf Tiere übertragen lassen, denn Psychoterror und gezielte Schikane erfordern kognitive Fähigkeiten, also Intelligenz und Empathie. Tieren solche Fähigkeiten zuzugestehen, fällt vielen Menschen noch immer schwer. Außerdem scheint es, als wäre das Bullying ein Phänomen, das erst in der heutigen Zeit verstärkt auf sich aufmerksam macht. Wer die Sache genauer betrachtet, stellt das Gegenteil fest: Mobbing gab es schon immer, und im Tierreich ist es weit verbreitet. Früher kannten wir es aber mehr unter dem Begriff des „Hassens“. Dieser stammt aus der Verhaltensbiologie.

Als „Hassen“ bezeichnet man ein Verhalten, das sich am leichtesten und häufigsten bei Vögeln beobachten lässt: Entdecken Spatzen, Stare, Elstern, Krähen oder andere einen potenziellen Fressfeind in ihrer oder in der Nähe ihrer Nester, rotten sie sich zu Gruppen zusammen und fliegen lautstarke Attacken gegen Rabe, Bussard, Milan und Co. Da diese großen Vögel im Luftraum weniger wendig sind als ihre kleineren Vettern, haben sie kaum Chancen, gegen die Übermacht und Entschlossenheit der attackierenden Schar anzukommen und suchen schnell das Weite. Nebeneffekt: Jungvögel lernen frühzeitig, wie ihre Feinde aus der Luft aussehen und wie mit ihnen „erfolgsorientiert“ umzugehen ist. Mobbing im innerartlichen Bereich kennt die Wissenschaft seit etwa einem halben Jahrhundert, vor allem bei Caniden, Affen und Primaten, aber auch bei Pferden und beispielsweise Erdmännchen.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Daniela Künnemann.

Daniela Künnemann

Daniela Künnemann, Tierpsychologin und Tierhomöopathin mit ATN-Abschluss in den Spezialisierungen Hund, Katze und Pferd. Sie ist Mitglied im VdTT, betreibt in Rheine und Umgebung eine mobile Praxis für Verhaltensberatung, Training und Therapie und macht aktuell eine Weiterbildung zur Hundegesundheitstrainerin  bei der ATM.

Webseite: www.tierwuensche.de

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