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Erziehungsstile in der Mensch-Tier-Beziehung

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Bei der Arbeit und dem Training mit und von Tieren wird man immer wieder mit der Frage nach dem richtigen Erziehungs- oder Ausbildungsstil konfrontiert. Aber welche Erziehungsstile gibt es überhaupt? Und was ist unter bestimmten Fachbegriffen zu verstehen? Dieser Frage widmen wir uns im ersten Teil unserer Artikelserie, die sich mit einzelnen Aspekten, Fragestellungen, Definitionen und wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Erziehung und Training von Tieren beschäftigt.

Welche Erziehungsstile gibt es eigentlich – und welcher ist „richtig“?

Kaum eine andere Frage ist so umstritten und wird so heiß diskutiert wie diese. Auf manchen Plattformen könnte man ob der Schärfe des Tons und der Gewichtigkeit der Geschosse gar annehmen, dass es sich bei den Diskussionen mehr um "Glaubenskriege" als um jene fachliche Auseinandersetzung handelt, die man sich eigentlich für die Thematik wünscht. Oft sind Diskussionen emotional geprägt und spiegeln eher „Bauchgefühle“ und weniger auf Wissenschaft basierende Argumentationen wieder.

Erziehungsstile: Ziele

Zunächst soll es erst einmal um ein paar einführende Begriffe gehen: Im Zentrum aller Überlegungen zu den verschiedenen Erziehungsstilen steht stets der Wunsch des Menschen, mit Tieren (ganz gleich ob mit Hunden, Katzen, Pferden oder anderen) zusammenzuleben und sie dazu zu bringen, sich unseren Wünschen unterzuordnen oder unseren Anweisungen zu folgen. Daran ist zunächst nichts auszusetzen. Wir (die Menschen) haben uns entschieden, mit bestimmten Tieren zusammenleben zu wollen. Im Zuge der Domestikation haben wir Tiere aus ihrem natürlichen Umfeld herausgenommen und in unsere Welt gebracht, sie selektiert, geformt und in unterschiedlichsten Bereichen genutzt. Das tun wir bis heute. Aber erst in jüngerer Zeit ist uns zunehmend klarer geworden, dass ein Zusammenleben dauerhaft nur funktionieren kann, wenn wir uns und unsere Tiere sich an Regeln halten und eine gemeinsame Kommunikationsbasis schaffen. Darüber hinaus wünschen sich die meisten Tierhalter eine Verbesserung der Bindungs- und/oder Beziehungsqualität. Stellt sich also die Frage, wie diese Ziele sich am besten verwirklichen lassen.

Erziehungsstile: Definitionen und Konzepte

In der Forschungsliteratur stößt man immer wieder auf drei verschiedene Erziehungskonzepte: permissiver, autoritärer und autoritativer Erziehungsstil. Was darf und soll man sich darunter vorstellen? Die Begrifflichkeiten entstammen alle der Human-Erziehungswissenschaft und -Pädagogik und sind dort ein ebenso heißes Eisen wie in der Arbeit mit unseren Haustieren.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Annabelle Steiger.

Annabelle Steiger

Annabelle Steiger ist Absolventin der ATM sowie der ATN und promoviert derzeit im Fachbereich Verhaltensbiologie; sie ist Mitarbeiterin der ATN und führt ein Zentrum für Verhaltensberatung und Therapie von Hunden und Pferden. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Mensch-Tier-Beziehung sowie die Persönlichkeit des einzelnen Individuums (Mensch wie Tier). Da liegt es nahe, dass Training, Ausbildung und Verhaltenstherapie bei ihr völlig individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Tier-Mensch-Teams abgestimmt sind. Sie vertritt dabei einen holistischen Ansatz, der neben den unterschiedlichsten tiergerechten Ausbildungs- und Trainingsmethoden, Verhaltensbiologie, Psychologie und Tiernaturheilkunde einschließt. Annabelle Steiger ist Mitglied im Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker (FNT) und im Berufsverband der Tierverhaltensberater und -trainer (VDTT).

Webseite: https://www.hooves-paws-feet.org
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