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Futterverweigerung bei Katzen oder: Die mäkelige Mieze

Futterverweigerung bei Katzen oder: Die mäkelige Mieze Carola Schubbel Futterverweigerung bei Katzen oder: Die mäkelige Mieze

Sie setzen Ihrer Katze täglich das leckerste Katzenmenü vor die Nase und Ihre Katze dreht, nach einem kurzen Schnuppern daran, auf den Pfoten um und verlangt nach etwas schmachvollerem. Besonders Wohnungskatzen haben eine Kür daraus gemacht, Ihre Besitzer durch die vielzähligen Einkaufsläden zu schicken, um verzweifelt nach DEM richtigen Feinschmeckermenü zu suchen. Wenn auch Sie Besitzer einer solchen Mäkel-Miez sind, hat ATM-Autorin Patrizia Lösche wertvolle Tipps für Sie, wie Sie Ihrer Katze wieder Freude am Fressen bereiten können. Denn die verschiedensten Gründe können für dieses Verhalten verantwortlich sein.

Manche Katze treibt ihren Dosenöffner zur Verzweiflung. Was gestern noch mit Heißhunger gefressen wurde, lässt heute die Katze kalt. Das leckere Katzenverwöhnmenü bleibt, wo es ist: im Napf. Was hinter der kätzischen Marotte steckt und was man dagegen tun kann.

Katzen können dieses Spiel lange spielen. Sie kommen geduldig auf die Welt. Das muss man, wenn die natürliche Hauptspeise in einem kleinen Loch wohnt und gerne auf sich warten lässt. Freigänger sind selten von Appetitlosigkeit befallen. Es sind die Wohnungskatzen, die uns damit ruhelos durch die Regale der einschlägigen Geschäfte und zur Verzweiflung treiben.

Der Schlüssel zu diesem uns seltsam erscheinenden Verhalten der Stubentiger liegt im natürlichen Jagdverhalten. Katzen lauern ihrer Beute auf: Sie sind sogenannte Ansitzjäger, die für den Zugriff auf einen günstigen Moment der Unachtsamkeit bei der Maus warten und ihr allenfalls im kurzen Sprint hinterher hetzen. Lange Verfolgungsjagden sind ihre Sache nicht. Andererseits ist es bei erwachsenen Katzen die Bewegung der Beute, die den Jagdtrieb auslöst, denn sie sind Jäger, keine Aasfresser. Bliebe die Maus mutig regungslos liegen, bekäme sie vielleicht einige Pfotenhiebe ab, zum Test, ob sie wirklich tot ist, aber sie hätte eine deutliche Chance, diesen halbherzigen Angriff zu überleben.

Abwarten einerseits, andererseits blitzartig zuschlagen: Über den Tag verteilt fressen Katzen so mehrere kleine Beutetiere, etwa 25 Gramm pro Maus-Mahlzeit. Für große Portionen ist ihr Magen nicht gemacht.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Patricia Lösche.

Patricia Lösche

Patricia Lösche ist freie Autorin, Text- und Bild-Journalistin. Der Dolmetscher-Ausbildung folgten Biologie- und Journalistik-Studium, freier und redaktioneller Journalismus für verschiedene große Verlage. Später dann die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM und die Tierpsychologie-Ausbildung an der ATN. Empathie, Achtung und Verständnis auf Augenhöhe im Umgang mit Tieren sind Patricia Lösche ein besonderes Anliegen. In die Wissensvermittlung als Fachjournalistin und als freie Mitarbeiterin der ATM und ATN fließen mehrjährige Praxis-Erfahrungen aus der naturheilkundlichen Behandlung von Pferden, Hunden und Katzen ebenso ein, wie die jahrzehntelange Erfahrung eigener Tierhaltung. Sie ist Mitglied im Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker (FNT) und im Berufsverband der Tierverhaltensberater und –trainer (VdTT).

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