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Psychosomatik: Wenn die Katzen-Seele krank macht

Dass auch Tiere psychosomatische Erkrankungen entwickeln können, ist längst nicht überall bekannt. Katzen kommen vor allem bei reiner Wohnungshaltung schnell an die Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit. Dann kann seelisches Leid in körperliche Leiden umschlagen, die sich häufig jeder Behandlung widersetzen oder immer wieder zurückkehren. Einige Erkrankungen scheinen für eine psychische Komponente prädestiniert.

Psychosomatische Krankheiten sind ein Hilferuf der Seele

Katzen werden aus den verschiedensten Gründen zunehmend ohne Freigang gehalten. Im Gegensatz zum Hund, der durch Zucht seit langem auf den Menschen und sein Umfeld geprägt wurde, langweilt das Leben hinter verschlossenen Türen viele Hauskatzen. Können sie dort ihren Erkundungs-, Jagd- und Spieltrieb nicht ausreichend beschäftigen, kann der Leidensdruck so groß sein, dass sie darüber krank werden, sowohl psychisch, als auch physisch. In dieser Reihenfolge.

Seelisch bedingten körperlichen, d.h. psychosomatischen Erkrankungen gehen oft schleichende Verhaltensveränderungen voraus, die lange unbemerkt bleiben. Denn Katzen leiden meist diskret: schlafen viel, spielen selten, schmusen weniger. Und täuschen so ihre Halter über ihr wahres Befinden. Andere maunzen häufiger, sind appetitlos und mäkelig bei der Fütterung, magern ab. Selten werden sie dicker. In besonders schlimmen Fällen werden sie sogar aggressiv oder entwickeln Zwangsstörungen wie Putz- und Leckzwang, weil ihre Anpassungsfähigkeit an eine reine Indoor-Haltung überfordert ist. Obwohl sie oft sehr ruhig wirken, stehen sie unter starkem Stress, weil sie ihrer Situation nicht eigeninitiativ entkommen können.

Wer seine Katze genau kennt und beobachtet, bemerkt eventuelle Verhaltensveränderungen. Frühzeitiges Eingreifen durch einen geschulten Verhaltenstherapeuten und eventuelle medizinische Untersuchungen durch einen qualifiziert ausgebildeten Therapeuten oder Tierarzt können der Entwicklung körperlicher Symptome vorbeugen.!

Chronische Stressreaktionen des Körpers triggern

Neben Haltungsbedingungen und falschem Handling können auch schwere Traumata oder langfristig belastende Erlebnisse der Ausgangspunkt für psychische Veränderungen sein. Sie sind das Sprungbrett zur Entwicklung körperlicher Symptome, weil anhaltende psychische Belastung den Körper zunehmend auch physisch belasten. Der Stoffwechsel verändert sich. Die Nebennierenrinde schüttet permanent zuviel Cortisol aus. Dieses Stresshormon und die negative emotionale Stimmungslage können die Katze schließlich krank machen.

Psychosomatische Krankheiten sind der Schlusspunkt dessen, was auch als Kontrollverlustsystem bezeichnet wird. Kontrollverlust - der Verlust von Selbstbestimmtheit und das Gefühl von Ausweglosigkeit - ist demnach einer der wichtigsten Faktoren für ihre Entstehung. Hinzu kommen Erlebnisse wie Mobbing durch Mitkatzen, falscher Umgang oder ein schlechtes Verhältnis zum Halter. Da wundert es nicht, dass Freigänger-Katzen kaum einmal psychosomatische Symptome entwickeln. Was von der Katze als Kontrollverlust und Belastung empfunden wird, ist allerdings sehr individuell.

Ursächlich psychisch motivierte Erkrankungen können schwerwiegende und dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen: Lebensbedrohliche Leber- und Nierenpathologien, Infektanfälligkeit durch Immunschwäche, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Diabetes, Hauterkrankungen, Tumore, Karzinome können vor diesem Hintergrund entstehen. Nachfolgend einige der häufigsten Erkrankungen, bei denen ein psychosomatischer Hintergrund gegeben sein kann, wie aus einem Bericht des Journal of Feline Medicine and Surgery von 2015 hervorgeht.

Atemwegsinfekte durch Felines Herpes Virus (FHV)/Felines Calicivirus (FCV)

Im Vergleich zu wenig gestressten Katzen führt der hohe Cortisolspiegel bei anhaltender Stressbelastung zu einem 5,6-fach erhöhten Risiko für die Entwicklung von Erkrankungen der oberen Atemwege. Das ergab eine Studie an 60 Katzen, die in ein Tierheim gebracht wurden. Aufgrund der Cortisol-bedingten Immunschwäche kann es zu einer herabgesetzten Widerstandsfähigkeit gegenüber Viren und bakteriellen Erregern kommen oder aber zur Reaktivierung ausgeheilt geglaubter Erkrankungen. FHV ist bei Katzen neben dem Felinen Calicivirus (FCV) der Hauptauslöser für schwere Atemwegsinfektionen.

Durchfall und Erbrechen, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt

Anhaltender Durchfall und Erbrechen sind häufig eine Folge hoher Stressbelastung. Wird der Flüssigkeitsverlust bei anhaltendem Durchfall nicht ausgeglichen, kann die Katze lebensbedrohlich dehydrieren. Ferner kann es durch die schlechtere Verwertung der Nahrung zu Mangelsymptomen kommen. Angsterleben und Furcht steigern die Produktion von Magensäure. Die Magenwände können geschädigt werden, Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüre können die Folge sein.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Patricia Lösche.

Gefahren unterm Weihnachtsbaum: Frohes Fest mit Hund und Co.

Kaum eine Jahreszeit ruft so laut nach "Genussmitteln" aller Art wie Weihnachten. Wer Haustiere hat, sollte jedoch ein Auge auf sie haben. Denn vieles, was die schönste Zeit des Jahres zum Genießen bietet, birgt Gefahren für Vierbeiner. Sich diese bewusst zu machen und entsprechend vorzusorgen, sichert ein durchweg fröhliches und besinnliches Fest für alle, Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen.

Wachsam sein bringt Sicherheit

Vor allem junge, neugierige und lebhafte Hunde sind durch ihr naturgegebenes Erkundungsverhalten prädestiniert, echte Sicherheitslücken im "Weihnachtskonzept" aufzuzeigen. Zum Glück aller passiert zwar eher selten wirklich etwas. Allerdings verdeutlichen die Fälle in vielen vollen Tierarztpraxen jedes Jahr über die Weihnachtsfeiertage, was hätte vermieden werden können. Damit Sie nicht zu den unfreiwilligen Besuchern Ihres Tierarztes gehören, sollten sie vor allem auf Folgendes achten:

Weihnachtsleckereien

Diesbezüglich ist besondere Vorsicht geboten. Schokolade ist aufgrund des darin enthaltenen Theobromins (in den meisten Sorten) giftig für Hunde und darf in seiner Wirkung keinesfalls als gefährlicher Inhaltsstoff unterschätzt werden. Für einen kleinen Hund kann bereits eine stibitzte Tafel Zartbitterschokolade tödlich sein. Auch Macadamia-Nüsse sind in größeren Mengen giftig für unsere Vierbeiner, Rosinen ebenfalls. Und auf den Schalen von Walnüssen siedeln häufig unerkannt Pilze, die für Hunde toxisch wirken, wenn sie die Nüsse knacken und Schalen teilweise gar herunterschlucken. Stellen Sie deshalb den Weihnachtsteller mit den Süßigkeiten außer Schnauzenweite auf und räumen Sie ihn vom Sofatisch, wenn Sie das Wohnzimmer verlassen.

Pflanzliche Weihnachtsdeko

Weihnachtsstern, Misteln, Stechpalme und viele andere Zimmer- und Dekopflanzen sind giftig. "Grünes" sollte also prinzipiell nicht in Reichweite von Hunden aufgestellt werden. Die Gefahr, dass es aus Neugier angeknabbert wird, ist zu groß.

Andere Weihnachtsdekoration

Gleiches gilt auch für anderen Weihnachtsschmuck, der so manches Risiko birgt, wenn er untersucht und angeknabbert wird. Glaskugeln, die vielen Hunden wie hübsche Bällchen erscheinen, können zerbrechen - und das nicht nur, wenn die Fellnase sie von den Weihnachtsbaumzweigen pflückt und auf den Boden fallen lässt, sondern schlimmstenfalls, wenn der Vierbeiner gerade ansetzt, darauf herumzukauen und plötzlich den Fang voller Scherben hat. Lametta ist bisweilen noch immer bleihaltig. Weihnachtsdeko aus Kunststoff oder Blech kann ebenfalls zu Verletzungen oder Schlimmerem führen, wenn es vom Hund angekaut oder gar abgeschluckt wird. Am besten verwenden Sie grundsätzlich Dekoration aus Naturmaterialien wie z.B. Stroh, Ton, Filz oder Holz und hängen und stellen Accessoires für den Vierbeiner unerreichbar auf.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Nadine Liebert.

Rückzugsorte für Stubentiger

My Home is cats Castle ... oder: Wie Sie Ihrer Katze viele verschiedene kleine "Schlösser" bauen können. Wer sein Leben mit einer Katze teilt, weiß vermutlich, dass Katzen sämtliche Arten von Höhlen lieben. Welcher Katzenbesitzer hat nicht schon einmal eine Schranktür oder Schublade geöffnet und – schwupps – war die Mieze dort hinein verschwunden. Nicht wenige Samtpfoten brauchen auch kein Personal fürs Türen öffnen, machen sich einen Spaß daraus und öffnen Schränke und Schubladen selbstständig – natürlich ohne zu fragen ;-)! Aber warum machen sie das?

Katzensprache lernen und verstehen – Die Ohren

Nachdem in den ersten beiden Teilen unserer Reihe „Katzensprache lernen und verstehen“ um die Einblicke und der Schwanz behandelt wurde, geht es in diesem Teil um ein weiteres wichtiges Kommunikationsmittel der Samtpfoten: Die Ohren. ATN-Autorin Tina Krogull hat die verschiedenen Ohrstellungen für Sie zusammengefasst und erläutert.

Katzensprache lernen und verstehen – Der Schwanz

Der Schwanz einer Katze ist – neben den Ohren – ein guter Indikator der aktuellen Stimmungslage. Wie Sie die verschiedenen Schwanzbewegungen und – haltungen deuten können, zeigen wir Ihnen im zweiten Teil unserer Reihe „Katzensprache lernen und verstehen“.

Katzensprache lernen und verstehen – Erste Einblicke

Ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie Ihre Katze gestreichelt haben, aber statt einem sanften Schnurren einen kräftigen Pfotenhieb kassiert haben? Dann haben Sie vielleicht ein wichtiges Ausdrucksverhalten der Katze übersehen oder falsch gedeutet. In unserer Reihe „Katzensprache lernen und verstehen“ bekommen Sie einen Einblick in das Verhaltensrepertoire unserer Hauskatzen.

Alltag mit der Katze – Teil 3

Im dritten und letzten Teil "Alltag mit der Katze " möchte Ihnen die Autorin Lösungsvorschläge darstellen. Erinnern Sie sich an das nächtliche Wecken? Sie wollen wieder durchschlafen? Das Kratzen an den Möbeln nervt Sie? Wie die Samtpfote mit Ihrer Hilfe lernt dieses unerwünschte Verhalten zu unterlassen und ein harmonisches Zusammenleben realisiert werden kann: Christine Hauschild zeigt Ihnen Wege auf.

Alltag mit der Katze - Teil 2

Im zweiten Teil der Artikelserie "Alltag mit der Katze " schildert Christine Hauschild Ihnen typische Alltagssituationen aus Ihrer Praxis. Sie werden von Ihrem Fellknäuel um 4.30 Uhr in der Früh geweckt? Die Erde wird aus dem Blumentopf gebuddelt und es wird fleißig an den Möbeln gekratzt? Dieses Verhalten nervt Sie oder Sie können es sich nicht erklären?

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