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VdTT-Fortbildungswochenende 2013

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VdTT-Fortbildungswochenende 2013

Lernen muss Spaß machen – diesem Credo haben sich die Mitglieder des Verbandes der Tierpsychologen und Tiertrainer e.V. (VdTT) nicht nur gegenüber ihren vierbeinigen Klienten verschrieben. Hoch waren deshalb die Erwartungen aller beim diesjährigen Fortbildungswochende im September.

Hauptreferent Dr. Christoph Hinterseher bürgte den Teilnehmern denn auch für eines der wertvollsten Wochenenden ihres Lebens und entführte sie auf eine spannende Reise in die Neuroendocrinologie. Selten zeigte sich harte und trockene Wissenschaft derart mitreißend und unterhaltsam. Welches sind die anatomischen Entstehungsorte von Verhalten? Wie entsteht Stress und was bewirkt er? Welche Rolle spielen das limbische System, Nebenniere und Nebennierenrinde? Was ist die Biologie der Angst und was die Chemie der Aggression? Fragen, die für erfolgreiches Tiertraining und ganzheitliche Verhaltensberatung bzw. -therapie von grundsätzlicher Bedeutung sind.

Dass die Wissenschaft dabei auch ihre ganz eigenen Tücken haben kann, zeigte die Biologin Birgit Rödder. Sie untersuchte die Aussagekraft wissenschaftlicher Arbeiten, spiegelte Forschung im Zeitgeist und hinterfragte die Zwänge, denen Forscher nicht selten unterliegen. Des Weiteren ging sie dem Sinn und Unsinn populärwissenschaftlicher Zusammenfassungen an einem konkreten Beispiel nach, das im vergangenen Sommer weltweit Schlagzeilen machte: Der Einfluss frei lebender Katzen auf Wildtierpopulationen. Der Spiegel titelte “Killer mit Kulleraugen” – wie angreifbar die zitierten Ergebnisse aus fachlicher Sicht und zum Leidwesen von Hauskatze und Hauskatzenhaltern tatsächlich sind, verdeutlichte Birgit Rödder anschaulich.

ATM-Schulleiter Andre Grafe schließlich widmete sich dem Phänomen des Headshakings (“Kopfschlagen”) beim Pferd und zeigte Ätiologie, Pathogenese und deren Rolle bei der Differenzialdiagnose in der verhaltenstherapeutischen Praxis auf. Wichtige Ansätze für Pferdetherapeuten, denn Headshaking wird sehr häufig als “unbehandelbare Verhaltensstörung” abgetan. Andre Grafes zweiter Vortrag beschäftigte sich dann mit dem Aktivitätsniveau, dem Temperament und der Konstitution des alternden Hundes. Und inspirierte so manchen, sich künftig stärker auf Omi- und Opihunde einzustellen. Ihre Zahl nimmt stetig zu, denn auch Hunde werden immer älter. Richtig betreut und klug gefördert haben Seniorenhunde mehr Chancen auf einen leichteren, gesünderen und genussreicheren Lebensabend.

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