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Freigänger-Katzen: Richtiges Management bei Hausarrest

Freigänger-Katzen führen ein schönes und artgemäßes Leben. Müssen sie plötzlich längere Zeit im Haus gehalten werden, lassen Probleme selten lange auf sich warten. Manchmal ist der Stubenarrest eine amtliche Auflage. Wenn beispielsweise wieder einmal die Vogelgrippe grassiert. Andernorts wagen Katzenhalter auch ohne Vorschrift nicht, ihre Lieblinge aus dem Haus zu lassen oder die Katze muss aus gesundheitlichen Grüßen längere Zeit das Haus hüten. Wie reagieren unsere Samtpfoten auf die Veränderung? Was können Katzenhalter tun, um ihnen die Zeit zu erleichtern? Welche Probleme können auf sie zukommen? Wir haben die Diplom-Biologin, Fachbuchautorin und ATN-Fachdozentin Birgit Rödder zu dem Thema befragt.

Frau Rödder, mit welchen Problemen muss ich rechnen, wenn meine Katze plötzlich nicht mehr wie gewohnt nach draußen darf?

Die Katze wird in den meisten Fällen dagegen protestieren – auf ihre Art: Unsauberkeit, Harnmarkieren, Aggression, Depression, Zerkratzen von Tür- und Fensterrahmen, Vokalisation können ebenso gezeigt werden wie Ausbruchsversuche, Rückzug oder Futterverweigerung. Das kann sehr belastend für die Katze und alle anderen Beteiligten sein. Ob, was und in welchem Maße es auftritt, hängt dabei von der Persönlichkeit und Stresstoleranz der Katze ab.

Wie mache ich der Katze denn am besten klar, dass die Tür verschlossen bleibt?

Indem die Tür fest verschlossen bleibt. Katzen sind einfallsreich und entwischen sehr flink, wenn sie eine Chance dafür sehen. Manchmal hilft es, die Tür zu verhängen. Der veränderte Anblick irritiert manche Katzen. Meist hilft das nur für eine kurze Zeit, ist aber einen Versuch wert.

Und wenn die Katze mit der Situation überhaupt nicht klar kommt?

Dann kann es sinnvoll sein, sie vorübergehend in einer Katzenpension oder bei Freunden unterzubringen. Die drastische Veränderung verhindert negative Assoziationen wie den erlebten Kontrollverlust über das vertraute Territorium. Im fremden Territorium ist ohnehin alles anders für die Katze, sie ist erst einmal zurückhaltend und muss sich neu orientieren. Eine Katze, die so extrem sensibel auf die veränderten Haltungsbedingungen in der vertrauten Umgebung reagiert, kommt damit in einer fremden Umgebung häufig besser zurecht. Wird sie dann nach Hause geholt, ist alles wieder vertraut.

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Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Patricia Lösche.

Patricia Lösche

Patricia Lösche ist freie Autorin, Text- und Bild-Journalistin. Der Dolmetscher-Ausbildung folgten Biologie- und Journalistik-Studium, freier und redaktioneller Journalismus für verschiedene große Verlage. Später dann die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin an der ATM und die Tierpsychologie-Ausbildung an der ATN. Empathie, Achtung und Verständnis auf Augenhöhe im Umgang mit Tieren sind Patricia Lösche ein besonderes Anliegen. In die Wissensvermittlung als Fachjournalistin und als freie Mitarbeiterin der ATM und ATN fließen mehrjährige Praxis-Erfahrungen aus der naturheilkundlichen Behandlung von Pferden, Hunden und Katzen ebenso ein, wie die jahrzehntelange Erfahrung eigener Tierhaltung. Sie ist Mitglied im Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker (FNT) und im Berufsverband der Tierverhaltensberater und –trainer (VdTT).

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