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Katzenklo macht Katze froh

Katzenklo macht Katze froh Foto: Africa Studio, Fotolia Katzenklo macht Katze froh

Um die Sache mit dem „Müssen“ müssen, kommen auch unsere geliebten Samtpfoten nicht herum. Sie sind allerdings auf unsere optimale Auswahl eines „stillen Örtchens“ angewiesen, damit alles reibungslos verlaufen kann. Welche Größe sollte das Katzenklo haben? An welchem Ort sollte es stehen? Mit Haube oder lieber ohne? Reicht ein Klo für eine Katze? Wir gehen diesen Fragen im folgenden Artikel auf den Grund.

Um die Sache mit dem „Müssen“ müssen, kommen auch unsere geliebten Samtpfoten nicht herum. Sie sind allerdings auf unsere optimale Auswahl eines „stillen Örtchens“ angewiesen, damit alles reibungslos verlaufen kann. Welche Größe sollte das Katzenklo haben? An welchem Ort sollte es stehen? Mit Haube oder lieber ohne? Reicht ein Klo für eine Katze? Wir gehen diesen Fragen im folgenden Artikel auf den Grund.

Katzenklo macht Katze froh

Wenn das so einfach wäre. Denn was da in manchem Einkaufskorb landet, entpuppt sich nicht als stilles Örtchen, sondern als sprichwörtlicher Griff ins Klo. Katzen sind anspruchsvoll. Doch das hat nichts mit Zickerei zu tun, sondern mit ganz speziellen Bedürfnissen.

Ganz einfach: Immer gilt x+1

Eine der wichtigsten Grundregeln in Sachen Katzenklo betrifft deren Anzahl. Man braucht stets und immer mindestens eines mehr als Katzen im Haushalt sind – bei einer Katze zwei, bei zwei Katzen drei und so fort. So steht jeder Samtpfote ein Toilettchen zur Verfügung, selbst dann, wenn die anderen Katzen auch gerade „müssen“ oder eine Hinterlassenschaft noch nicht beräumt wurde. Die Formel x+1 gilt auch dann, wenn die Miezen Freigänger sind. Denn manche kommt zur „Erleichterung“ extra nach Hause. Wichtig: Mehrere nebeneinander stehende Toiletten werden von Katzen als 1 Klo wahrgenommen.

Behaglich soll es sein

Das Katzenklo in der ungemütlichen Waschküche oder im kalten Keller ist keine gute Idee. Rund um das stille Örtchen einer Katze sollte tatsächlich Ruhe herrschen. Außerdem sollte es dort warm sein. Ist das Klo dann auch noch auf kurzen Wegen erreichbar, leicht zugänglich und abseits von Ess-, Trink-, Spiel- und Schlafplätzen, wird die Katze grundsätzlich ganz zufrieden damit sein.

Je größer desto besser

Was das Katzenklo selbst betrifft, so kann es (fast) nicht groß genug sein. Nichts ist für eine Katze schlimmer als die gute alte, früher oft empfohlene Fotoschale, in der Mieze nur auf den Zehenspitzen stehend pieseln konnte. Sogenannte „Jumbo-Klos“ von um die 50 mal 70 Zentimeter erfreuen sich bei Stubentigern großer Beliebtheit. Mit einem ausladenden Rand versehen, besänftigen sie auch den Besitzer, denn wenn Mieze nach Herzenslust in der Streu herumscharrt, kann nichts nach außen stieben. Ein absolutes No-go sind Haubenklos, der Super-Gau Haubenklos mit Schwingtür. Denn darin fühlen sich Katzen beim Geschäftemachen nicht sicher. Lösen mögen sie sich nur, wenn sie die Umgebung gleichzeitig auf potenzielle Gefahren untersuchen können. Wer will schon gern mit „heruntergelassenen Hosen“ überfallen werden? Außerdem neigt das Innere eines Haubenklos ständig zu Feuchtigkeit und Sammel-Gestank. Diverse „Erfrischer“ können der feinen Katzennase da nichts vormachen.

Sauber macht lustig

Dass Katzen reinliche Tiere sind, ist eine Binsenweisheit. Wie binsenweise, wird manchem erst bewusst, wenn Mieze wegen eines vergessenen Häufchens auf den Duschvorleger macht. Jedes große Geschäft gehört nach Möglichkeit unverzüglich entfernt, die kleinen wenigstens zweimal täglich. Wer das nicht schafft, weil er beispielsweise arbeiten ist, macht aus x+1 am besten x+2, x+3 oder noch mehr. Einmal pro Woche sollte jedes Klo als Ganzes gesäubert werden. Dabei genügt es aber zumeist, das leere Klo mit heißem Wasser und ein paar Tropfen Essig auszuspülen. In einer kleinen Wissenschaft kann die Identifizierung der geeigneten Katzenstreu gipfeln. Hier hilft nur, auszuprobieren, was Mieze mag – die „Geschmäcker“ sind insoweit sehr individuell. Viele Katzen mögen eher kleinkörnige, supersaugfähige Klumpstreu.

Dieser Artikel wurde bereitgestellt von Judith Böhnke (ATN Akademie).

Judith Böhnke

Judith Böhnke, ist ATN-Absolventin mit Spezialisierung auf Hund und Katze sowie VDTT-Vorstandsmitglied und Mitarbeiterin der ATN. Besonders wichtig ist ihr ein achtsamer, gewaltfreier Umgang sowohl mit den Tieren als auch den Tierhaltern. In ihrer Arbeit folgt Judith Böhnke dem Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, welches sie auch auf die Mensch-Tier-Beziehung anwendet. Im Kosmos-Verlag ist 2013 ihr Buch "Mit Hunden gewaltfrei kommunizieren" erschienen, 2014 folgte ebenfalls bei Kosmos "Cocker Spaniel - Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung".

Webseite: www.mensch-tier-akademie.de

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